Mehr Info’s zum Klimaschutz

Es gibt mehr lesenswerte Informationen zum Klimaschutz, als auf diesem Blog genannt, geschweige denn ausgewertet werden können. Wir haben uns deshalb entschlossen, auf der statischen Seite „Klimaschutz / Informationen“ eine kleine Bibliographie anzulegen, die chronologisch geordnet ist und keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Aber wer die dort ausgewiesenen Publikationen liest, dürfte schon ganz gut informiert sein… ;-))

Kurzmitteilung | Veröffentlicht am von | Kommentar hinterlassen

Mitmachen!

change.org veröffentlichte folgende Petition:

Wir brauchen mehr Klimaschutz im Fernsehen! #Klimavor8 statt Börse vor Acht!

Sabrina & Lea hat diese Petition an ard und an 3 mehr gestartet.

Wer hat in Deutschland Aktien? Wir nicht. Und wir sind nicht die einzigen, denn nur 6 % der Deutschen investieren direkt am Aktienmarkt. Wir heißen Lea und Sabrina, sind 20 und 22 Jahre alt und uns interessiert wie viele andere nicht primär der aktuelle Börsenkurs, sondern vielmehr der Erhalt und die Sicherung unserer Zukunft. Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit und es bedarf dringend eines umfassenden gesellschaftlichen Wandels. Deshalb fordern wir von den öffentlich-rechtlichen Medien, ihre beste Sendezeit verstärkt der Problemlage und möglichen Lösungen zu widmen.

Komplexe Entwicklungen wie das Artensterben und die Erderwärmung betreffen alle, führen bei einem Großteil der Bevölkerung zu Verwirrung und Resignation. Dabei existiert bereits eine Vielzahl von lokalen Lösungsansätzen, die sich den aktuellen Herausforderungen stellen und sich für eine nachhaltige Gesellschaft einsetzen.

Laut ARD selbst ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk wirtschaftlich und politisch unabhängig und lediglich dem Gemeinwohl verpflichtet – wir erwarten daher, dass diese Verpflichtung und die Informationsfunktion für die Bevölkerung ernsthaft wahrgenommen wird.

Da kann, da muss man sich doch anschließen! Bitte hier aufrufen und unterschreiben! Und weitergeben!

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Weltuntergangsstimmung

Gefunden in der taz:

Um die Mitte des Jahrhunderts ist Schluss. Planet und Menschheit haben den Point of no Return erreicht, eine unbewohnbare Erde führt zum Zusammenbruch von Zivilisation und internationaler Ordnung – wenn wir nicht radikal umsteuern. So steht es in dem Bericht, den der australische Thinktank Break­through National Centre for Climate Restoration im Sommer letzten Jahres veröffentlicht hat.

Wir wollen diese Prognose zum Anlass nehmen, im Rahmen einer Reihe darüber nachzudenken, was bis 2050 passieren wird, passieren kann – und was passieren muss, um das Unheil noch abzuwenden.

Wir wollen wissen, wie man sein Leben bis zum Untergang bestreitet, und wir möchten über eine komplexe und potenziell schönere Zukunft der Menschheit nachdenken – eine, die wir voraussichtlich verpassen werden

Man sollte wirklich mehr tun als nur mehr Radfahren.

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Streng geheim? Eine „Ideenwerkstatt Klimaschutz“

Am 10.12.2019 gibt es im Rathaus eine „Ideenwerkstatt Klimaschutz“, über die offenbar die regionalen Medien bisher nicht berichten. Lediglich auf den Webseiten des BUND und auch des Kreisverbandes „Bündnis 90/Die Grünen“ findet man folgende Information:

Ideenwerkstatt Klimaschutz
Datum: 10. Dezember
Zeit: 19:00  – 21:30
Kategorie:Veranstaltung
Veranstalter: Fraktionen der Grünen, SPD und LINKEN
Ort: Bürgerschaftssaal im Rathaus, Neuer Markt 1, 18055 Rostock

Die Bürgerschaftsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bietet gemeinsam mit den Fraktionen von LINKEN und SPD eine Ideenwerkstatt zum Klimaschutz an.

Dienstag, 10.12., ab 19 Uhr im Rathaus, Bürgerschaftssaal

Ziel ist es, Ideen zum Klimaschutz in Rostock zu sammeln:

– Was kann die Stadtverwaltung tun?
– Was können städtische Unternehmen tun?
– Was können Private, Unternehmen und Institutionen tun?

Solche Ideen sammeln wir am 10. Dezember, um sie in die Stadtpolitik einzuspeisen. Im Vorfeld können Ideen auch einfach per Mail an die Fraktion geschickt werden: b90-gruene.fraktion(at)rostock.de
In der Rathaushalle stehen bis zum 10.12. auch Pinwände zur Verfügung, um dort entsprechende Ideen anzupinnen.

Da sind automatisch bestimmte Ideenfelder ausgeschlossen wie eine lokale Klärschlamm-Carbonisierung direkt auf oder neben einer Kläranlage. Denn die vorgenannten Bürgerschaftsfraktionen favorisieren eine zentrale Klärschlamm-VERBRENNUNG mitten in Rostock, was natürlich auch große Transportwege mit einschließt (siehe z.B. infoblatt ks-zukunft-3).

Werden die anderen Bürgerschaftsfraktionen demnächt ihre eigenen Ideen-Werkstätten eröffnen? Kann man Klimaschutz nebeneinander oder gar gegeneinander betreiben? In Rostock ist offenbar ziemlich alles möglich.

Lohnt es,  am Dienstag, 10.12., ab 19 Uhr ins Rathaus, Bürgerschaftssaal zu gehen? Lohnt es, zuvor in der Rathaushalle an Pinwänden entsprechende Ideen anzupinnen? Wir vom Pro Recycling e.V. meinen, dass es  zwar nicht viel bringen wird, aber nichts zu tun bringt auch nichts und vielleicht höhlt steter Tropfen auch hier den Stein. Also empfehlen wir,

Ideen anpinnen und auch hingehen!

 

 

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„Klimanotstand“ in Rostock

 

Am vergangenen Freitag, den 29.11.2019, fand auch in Rostock eine Klimademo statt. Regionale Zeitungen berichteten – teilweise Erstaunliches:

Obwohl sich die ursprünglich als „Fridays for Future“ gestartete Bewegung als überparteilich versteht, waren auch wieder verschiedene politische Gruppen dabei und verteilten Flyer oder Zeitungen. Das brachte die Organisatoren dazu, zu Beginn der Veranstaltung zu betonen: „Lasst Euch nicht von Parteien vereinnahmen! ,Fridays for Future’ stützt sich auf Wissenschaft, nicht auf Parteiprogramme.“

Wie entsetzlich dumm ist denn das?! Wenn „verschiedene politische Gruppen“ ihre Unterstützung im Engagement für mehr Klimaschutz signalisieren, soll das unerwünscht sein? Wenn eine Partei Klimaschutz so ernst nimmt, dass sie ihn (den Klimaschutz) sogar in ihr Programm aufnimmt, soll das verwerflich sein („F4F stützt sich auf Wissenschaft, nicht auf Parteiprogramme“)? Wie absolut unreif das klingt! Mit solchem Text wollt Ihr Politiker beeindrucken?

Andere haben andere Texte, die mir besser gefallen. Zum Beispiel den von Quaster:

GEMEINSAM STARK FÜR DAS WAS ZÄHLT
FÜR JEDES KIND AUF DIESER WELT

Aber weiter zur letzten Klimademo, denn da kannste was lernen:

Bananen statt Steaks

Danach ging es dann um Inhalte: Der Philosoph Christian Klager von der Uni Rostock rechnete vor, dass besonders der Verzehr von Fleisch, Milch und Eiern zum CO2- und Methanausstoß beitrage. „Ohne tierische Produkte würden wir 30 bis 50 Prozent weniger Treibhausgase produzieren.“ Selbst regional und nachhaltig produziertes Fleisch sei schlimmer für das Klima als Bananen, Mandeln oder Avocados, die unter den pflanzlichen Agrarprodukten mit die schlechteste Klimabilanz aufweisen. „Wir müssen unser Leben radikal ändern. Jeder hat Verantwortung“, rief Klager.

Das ist doch eine „gute“ Bilanz für die Schönen und Reichen dieser Welt: Wir werden alle Veganer und schon kommt der Klimawandel nur halb so schnell auf uns zu. Braunkohleverstromung schlägt demgegenüber kaum zu Buch, Klärschlamm- und Müllverbrennung auch nicht. Wichtig ist vor allem: „Ohne tierische Produkte würden wir 30 bis 50 Prozent weniger Treibhausgase produzieren.“

Wie kommt es nur, dass mir der gute alte Marx einfällt, insbesondere seine 11. Feuerbachthese:

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt aber darauf an, sie zu verändern.

Das haben andere Philosophen auch heute noch durchaus ernst genommen und selbst die Schweizer wissen darüber zu berichten. In Rostock war das auch schon mal Thema, aber nur bis 1990… Jetzt kann offenbar nicht einmal ein Philosoph den vermeintlichen Widerspruch zwischen „überparteilich“ und „parteilich“ auflösen.

Brecht kann es:

Laßt Euch nicht verführen!
Es gibt keine Wiederkehr.
Der Tag steht in den Türen,
ihr könnt schon Nachtwind spüren:
Es kommt kein Morgen mehr.

Laßt Euch nicht vertrösten!
Ihr habt nicht zu viel Zeit! …

Und das Solidaritätslied sollte wirklich jeder kennen:

Vorwärts, und nie vergessen
Worin unsre Stärke besteht!
Beim Hungern und beim Essen
Vorwärts, nicht vergessen
Die Solidarität!…

Wollen wir es schnell erreichen
Brauchen wir noch dich und dich.
Wer im Stich läßt seinesgleichen
Läßt ja nur sich selbst im Stich.
Vorwärts, …

Unsre Herrn, wer sie auch seien
Sehen unsre Zwietracht gern
Denn solang sie uns entzweien
Bleiben sie doch unsre Herrn.
Vorwärts, …

Vielleicht dieses Lied einfach mal wieder singen, gerade auch auf einer Klimademo?

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Klärschlamm-Konferenz in Rostock

Leider erst heute erreichte mich eine Information darüber, dass die IHK zu Rostock am Donnerstag, den 14.11. ab 16:00 Uhr im IHK-Gebäude eine Regionalkonferenz zum Thema „Klärschlamm“ durchführt.

Veranstaltungsdetails

Im März dieses Jahres hat die Rostocker Bürgerschaft mit knapper Mehrheit den Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage in Rostock-Bramow beschlossen. Ebenso hat sich die Güstrower Stadtvertretung für den Bau einer solchen Anlage auf dem dortigen ehemaligen Zuckerfabrikgelände ausgesprochen. Dass eine Klärschlammbehandlung unter den gesetzlichen Gegebenheiten für unser Land erforderlich ist, steht außer Frage. Verschiedene Akteure bieten an verschiedenen Standorten hier entsprechende Lösungen für die Zukunft an. Doch welche Technologie ist ausgereifter und umweltfreundlicher? Welche Auswirkungen haben beide Standorte und Konzepte auf die regionale Wirtschaft?
Im öffentlichen und gesellschaftlichen Raum um Rostock wird das Für und Wider einer Verbrennungsanlage kontrovers und teils emotional diskutiert. Um die verschiedenen Argumente – auch aus wissenschaftlicher Sicht – sachlich darzulegen und den aktuellen Stand zum Bau und Betrieb der Anlagen zu erfahren, werden wir am 14. November 2019 unsere diesjährige Regionalkonferenz für die Region Rostock durchführen, zu der wir Sie herzlich einladen.
  • Begrüßung,  Klaus-Jürgen Strupp, Präsident der IHK zu Rostock
  • Möglichkeiten und Herausforderungen der Klärschlammverwertun,Prof. Dr. mont. Michael Nelles, Professor für Abfall- und Stoffstromwirtschaft an der grar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Biomasseforschungszentrum gGmbH (DBFZ), Leipzig
  • Zukunft der Klärschlammverwertung in Deutschland, Gregor Timmerhaus, Prokurist REMONDIS Aqua Stoffstrom GmbH & Co. KG
  • Bau und Betrieb einer Klärschlammverbrennungsanlage in Rostock – wie ist der aktuelle Stand?, Klaus Rhode, Geschäftsführer der Klärschlamm-Kooperation Mecklenburg-Vorpommern GmbH
  • Bau und Betrieb einer Klärschlammverbrennungsanlage in Güstrow – wie ist der aktuelle Stand?,Björn Rudolph, Geschäftsführer Stadtwerke Güstrow GmbH
  • Diskussion mit den Referenten und dem Publikum

Da sind zwar die Verbrenner unter sich, aber Engagierte und Interessierte sollten dennoch hingehen. Aktuell (12.11. 18:00 Uhr) sind noch Plätze frei, aber man muss sich online anmelden! Die Teilnahme ist kostenlos.

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Umsonst gehackt!

Unsere „alte“ Webseite wurde 2008 gehackt. Wir haben uns damals nicht die Mühe gemacht, die entfernten Beiträge wieder einzustellen, sondern statt dessen diesen Blog ins Leben gerufen.

Entfernt wurden damals die Links zu Informationen von Dr. habil. Uwe Lahl  führten. (Lahl war damals Abteilungsleiter für Imissionsschutz im Bundesumweltministerium und ist heute ordentlicher Professor an der Technischen Universität Darmstadt, Institut IWAR. Fachgebiet Abfalltechnik) .

Schlecht gehackt, denn die Informationen selbst sind noch da und der Lahl’sche Text ist auch unabhängig von unserer alten Webseite im Internet auffindbar. Selbst ein Informationsblättchen aus damaliger Zeit kann noch nachgelesen werden.

Jetzt soll die Rostocker Müllverbrennungsanlage „nachgenehmigt“ werden – mit der alten SNCR-Rauchgasentstickung statt einer leistungsfähigeren, klimafreundlicheren SCR-Anlage. Das SNCR-Verfahren ermöglicht nicht nur Ammoniakschlupf, sondern auch Lachgasemissionen. Und Lachgas ist ein noch viel schlimmerer Klimakiller als CO2!

Auch deshalb wies Lahl  bereits 2007, also noch vor Abschluss der „Änderungsgenehmigung“ für die Rostocker Müllverbrennung, auf die Notwendigkeit hin, das SCR-Verfahren auch bei der Müllberbrennung einzusetzen:

„Währendes für Abgasbehandlungssystem mit SCR-Technik in der Regel relativ problemlosmöglich sein dürfte, den neuen Grenzwert einzuhalten, gilt dies nicht für die SCNR-Technologie. Daher ist es insbesondere im Fall von anstehenden Neuinvestitionenanzuraten, auf SCR-Technik zu setzen“.

Das war 2007. Wieso steht dann 2019 wieder die SNCR-Technologie zur Debatte? Deshalb:

Die Reduzierung der NOx-Emissionen der vorhandenen MVAs auf einen Monatsmittelwert von 100mg/m³ würde eine Emissionsminderung von 6000 bis 7000Mg/a bringen. Die Minderungskosten würden nach ganz groben Schätzungen des Umweltbundesamtes bei 50 Mio. € pro Jahr liegen und die spezifischenBehandlungskosten je Mg Abfall um 2,50 € steigern.

Eben.

Alles weitere wie genannt auf www.noburnblog.de.

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NUR ein Leserbrief an die OZ

Nur ein Leserbrief an die OZ, der auf einen OZ-Beitrag vom 7.10.2019 bezug nimmt:

Fragen über Fragen

  1. „In Bramow sollen 100 000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr emissionsarm verbrannt werden.“ Was meint „emissionsarm“? Wenn man Organik (also kohlenstoffhaltiges Material) verbrennt, dann entsteht aus jedem Atom Kohlenstoff ein Molekül CO2. Das gilt für Kohlen wie für Klärschlamm! Klärschlamm-VERBRENNUNG ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich ehrlich für mehr Klimaschutz engagieren!
  2. „Bisher werden die Abfälle nach Hamburg, Leipzig oder bis ins Ruhrgebiet gefahren.“ Das gilt nur für den Rostocker Klärschlamm, weil der durch das Rostocker Steinkohlekraftwerk durch Quecksilber belastet ist. Also ¾ der Schlämme, die künftig in Rostock verbrannt werden sollen, werden bislang vor Ort landwirtschaftlich verwertet.

  3. Es „profitieren die Vortrocknungsstandorte von der überschüssigen Abwärme“. Wer nachfragt, der erfährt, dass es an den Vortrocknungsstandorten keine überschüssige Abwärme gibt (anders als beim Rostocker Steinkohlekraftwerk). Sie kann vor Ort zur Fernwärmeversorgung, Beheizung von Faultürmen und anderem genutzt werden.
  4. „Die größte Stadt des Landes kann so ihre ökologische Klimabilanz bei der Erzeugung von Fernwärme entscheidend verbessern“. Indem sie auf die Nutzung der überschüssigen Abwärme aus dem Steinkohlekraftwerk (läuft bis 2018) verzichtet und dafür dafür teilweise über mehr als hundert Kilometer Klärschlamm heran karren lässt? Die KKMV sollte diesen unglaubwürdige Behauptung durch eine Ökobilanz über alle Prozessstufen belegen müssen!
  5. „Für die beteiligten Kommunen und ihre Bürger bedeute dies … Mitsprache und Planungssicherheit in Sachen Klärschlammverwertung“. Eben nicht! Selbst in die Gründung der KKMV GmbH war die Rostocker Bürgerschaft nicht einbezogen. Sie erfolgte in aller Stille außerhalb der Kommunalvertretungen. Die Rostocker Bürgerschaft durfte lediglich bezüglich des Standortes für den Klärschlammofen ihre Meinung kundtun. Was angesichts klimafreundlicher Alternativen zur VERBRENNUNG und des nun von der Bürgerschaft ausgerufenen Klimanotstandes mehr als befremdlich angesehen werden muss.

Noch immer ist es nicht zu spät, diese vermeidbaren CO2-Emissionen zu verhindern. Alle vorbereitenden Aktivitäten finanzieren wir Bürger ohnehin über unsere „Schmutzwasser-Abgabe“. Die gesamte Finanzierung und Refinanzierung der klimaschädlichen Verbrennung müssen wir auch über diese Abgabe bezahlen, die zwangsläufig exorbitant ansteigen wird.

Deshalb ist es auf jeden Fall besser, die Arbeiten zu stoppen – es wird einfach billiger und es ist gleichzeitig klimaschützend!

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Rostocker Klimarettung

Die Rostocker Bürgerschaft hat den Klimanotstand ausgerufen und will ihn nun so rasch wie möglich – und natürlich erfolgreich – beenden. Unter anderem durch diese Maßnahmen:

  1. Die Dächer der Wetterschutz-Unterstände an den ÖVP-Haltestellen begrünen. Eine umwerfende Idee, zumal diese Unterstände großen Werbefirmen gehören und die Stadt gar keinen Einfluss auf die erträumte Umgestaltung der Dächer hat. Und wer pflegt die grünen Dächer – vor allem in Zeiten großer Hitze? Der Umweltausschuss der Rostocker Bürgerschaft weiß es: Die Pflanzen können sogar Feinstaub filtern…
  2. Auf kommunalen Gebäuden Solarstrom erzeugen. Grandiose Idee! Ganz neu! Ohne Notstandsbeschluss wäre unser Umweltsenator nie darauf gekommen!
  3. Mehr Bäume pflanzen. Genial! „Wolfgang Nitzsche (Linke) fordert beispielsweise, dass die Stadt ihre Ackerflächen nicht mehr an Landwirte verpachten, sondern dort neue Bäume pflanzen soll. Schließlich würden Bäume in Größenordnung das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtern.“ Dr. Nitzsche muss es wissen, schließlich ist er promovierter Chemiker und hat sich als solcher früher engagiert für die Müllverbrennung im Rostocker Überseehafen eingesetzt. Wie viele Bäume müssen zusätzlich gepflanzt werden, um allein das durch die Müllverbrennung entstehende CO2 zu binden, Dr. Nitzsche? Und warum wurden diese Bäume nicht schon vor Baubeginn der MVA gepflanzt, damit sie bei deren Inbetriebnahme hinreichend groß waren und das CO2 binden konnten?
  4. Keine Plastikverpackungen mehr in Rostock: Nach dem Willen unseres Umweltsenators „soll Rostock eine eigene Satzung erarbeiten – und Einweg-Plastikverpackungen komplett verbieten. ‚Alle warten darauf, dass ‚die da oben‘ etwas entscheiden. In der Zwischenzeit landet immer mehr Plastikmüll auf Deponien oder als Mikroplastik im Meer. Wir müssen da ein Zeichen setzen.’“ Plastikmüll auf Deponien? Wie viele Jahrzehnte hat  unser Umweltsenator da verschlafen?
  5. E-Scooter als Klimaretter, denn „eine der Hauptquellen für CO2 in Rostock ist und bleibt der Verkehr.“ Da kannste was lernen. Nicht das Steinkohlekraftwerk oder die große Müllverbrennungsanlage (beide im Überseehafen) oder die zukünftige große Klärschlammverbrennungsanlage mitten in Rostock oder auch die Fernwärme-Erzeugung mittels Erdgas sind die CO2-Hauptquellen in Rostock, sondern der Verkehr?
  6. Noch eine geniale Idee: Die „Küstenlotterie“. Und noch ein kluger Politikmensch, der weiß, wie man den Klimawandel stoppen kann: „„Durch die Lotterie werden die Bürger angeregt, ihre Strände und somit auch das Meer sauber zu halten“, sagt Linken-Fraktionschefin Eva-Maria Kröger.“ Der am Strand gesammelte Müll wird anschließend in der MVA verbrannt. Ganz sicher CO2-frei.

So rettet Rostock sich und die Welt. Oder seht ihr Leser das etwa anders? Die Kommentarfunktion ist freigeschaltet!

 

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How dare you?! Wie könnt Ihr es wagen?!

Im März diesen Jahres hat die Mehrheit der („alten“) Bürgerschaft den Weg frei gemacht für eine Verbrennung von kommunalen Klärschlämmen aus halb Mecklenburg. Gegen alle Sachargumente, gegen alle CO2-freien alternativen (und kostengünstigeren!) Verfahren. Gegen die Empfehlungen des Weltklimarates in seinem Bericht „SR 1.5“ aus dem Herbst 2018. So, als wäre der Klimawandel nicht existent. Die Grünen, Die Linke und die SPD – allesamt Klimaleugner?

In dieser Woche beschloss das gleiche Trio (in der „neuen Bürgerschaft“) die Ausrufung des „Klimanotstandes“ in Rostock, entgegen aller Vernunft, entgegen ihrem eigenen Handeln zugunsten einer Klärschlamm-Verbrennung, entgegen den Argumenten der CDU-Fraktion, entgegen dem Angebot von unserem OB, innerhalb von 99 Tagen handfeste Vorschläge für mehr Klimaschutz in Rostock vorzulegen.

Wie kann man eine derartige Widersprüchlichkeit erklären oder kommentieren? Die Worte, die mir einfallen, sind alle heftig justiziabel. In meiner Hilflosigkeit greife ich auf einen TAZ-Artikel zurück:

Es war ein Satz für das Wörterbuch des immer noch jungen 21. Jahrhunderts, ein Satz, der eine Welt zum Einstürzen bringen könnte, wenn diese Welt dafür bereit wäre: „How dare you“, sagte Greta Thunberg in ihrer Rede bei der Uno in New York diese Woche – es war das „Yes, we can“ der Generation Greta, und nicht so sehr Wut, Enttäuschung oder Verletzung trieb diese Rede, trieb diesen Satz an, sondern etwas, für das es ein altmodisches deutsches Wort gibt: Entrüstung.

Wie kann es sein, sagte sie, wie könnt ihr es wagen, sagte sie, wer gibt euch das Recht, sagte sie, unsere Welt zu zerstören – und die Wachheit, die Wundheit, die Direktheit, mit der sie es sagte, machte klar, wie verstellt, verdreht, verlogen die Worte derjenigen sind, die eine rhetorische Rüstung tragen, die sich verstecken hinter Begriffen von Wahrheit, von Politik, von Rationalität, die längst brüchig geworden sind vor dem Hintergrund der Klimakrise, und je länger sie sich verstecken, desto mehr verlieren sie an Legitimität1.

Wen haben wir da gewählt, wir Wähler der GRÜNEN, der LINKEN und der SPD? Lasst uns „unsere“ Abgeordneten fragen, was sie sich dabei gedacht haben. Lasst uns fordern, dass sie den unsäglichen Standortbeschluss zurücknehmen. Lasst uns fordern, dass sie sich sachkundig machen und das Gespräch mit uns Bürgern suchen, bevor sie sich erneut und diesmal für ein klimafreundliches Verfahren entscheiden! Denn nur wir Bürgern finanzieren das ganze Geschehen über unsere „Schmutzwassergebühr“. Die wird durch die beabsichtigte Klärschlamm-VERBRENNUNG sehr ansteigen. So werden wir durch die Klärschlamm-Verbrennung nicht nur eine vermeidbare Beschleunigung des Klimawandels erdulden müssen, sondern auch große, vermeidbare finanzielle Belastungen erfahren. Beides muss nicht sein!

Lasst uns handeln, noch ist es nicht zu spät!

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Am 20.9. ist Klimastreiktag!

Viele sind dabei!

LobbyControl schreibt uns:

Wir bei LobbyControl sind zwar keine Umweltorganisation und auch keine Klima-Expert*innen. Über die Wege zu mehr Klimaschutz gibt es unterschiedliche Ansichten. Aber wir wissen, dass die Welt auf eine globale Klimakrise zusteuert. Und klar ist auch, dass mächtige Lobbyakteure in den vergangenen Jahrzehnten Veränderungen in der Klimapolitik immer wieder verzögert und verwässert haben, darunter die Autoindustrie. Aber genau das können wir uns nicht mehr leisten! Die Klimakrise ist ein dringendes Menschheitsthema. Sie geht uns alle an. Deshalb beteiligen wir uns als LobbyControl am morgigen Klimastreik.

Campact schreibt an alle, die schon einmal Kontakt zu Campact hatten:

Von Tromsø in Norwegen bis Kapstadt in Südafrika, von Tijuana in Mexiko bis Tokio in Japan – weltweit sind am 20. September Millionen auf den Straßen, damit wir beim Klimaschutz im letzten Moment das Ruder noch rumreißen. Sorgen Sie mit dafür, dass auch Rostock bunt und lautstark mit dabei ist!

… „Es reicht nicht mehr, dass nur wir jungen Menschen streiken“, sagt Jakob Blasel, 18 Jahre, Aktivist von Fridays for Future. „Alle müssen jetzt mitmachen, denn es geht um die Zukunft unseres Planeten.“

… „Wenn genug Menschen mitmachen, könnte der 20. September ein Wendepunkt sein,“ sagt Jakob. Zu Recht. Denn selten war Protest so optimal terminiert. Am gleichen Tag entscheidet die Regierung über ihr Klimaschutzpaket. Sie will die wichtigen Fragen knacken: Ob wir ein Klimaschutzgesetz bekommen. Wie schnell der Kohleausstieg geht.

… Überall im Land versammeln sich am Freitag, den 20. September Rentner*innen, Berufstätige und Familien mit ihren Kindern. Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen. Manche können sich nur zwei Stunden frei nehmen, schauen während der Mittagspause vorbei. Jeder Mensch, jedes Plakat zählt: Auch bei Ihnen um die Ecke ist was los – machen Sie den Protest stark, kommen Sie vorbei.  Rostock, Hauptbahnhof, 13 Uhr

 

Mehr zum Klimastreiktag in Rostock u.a. hier:

Nach dem 20.9. geht es zügig weiter:

  • Klima-Aktionstag am Sonntag, 22. September in der Langen Straße, 12:00 – 17:00 Uhr mit gaaanz vielen Akteuren. Pro Recycling e.V. ist natürlich auch dabei. Lasst es Euch nicht entgehen!
  • Klimaprotest am Mittwoch, 25. September 2019 von 15:00 bis 17:30 auf dem Neuen Markt – Klimanotstand jetzt!

Dranbleiben! Mitmachen!

Auch lesenswert:

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