Wenn der Umweltsenator für die Müllverbrennung wirbt…

Zugegeben, die Überschrift ist ein wenig provokant. Aber nur ein wenig. Denn der Umweltsenator scheint in einem aktuellen Artikel der NNN eindeutig im Namen des „Energiebündnis Rostock“ zu sprechen und das beginnt seine diesjährigen Informationsveranstaltungen mit einer Besichtigungsmöglichkeit der rostocker Müllverbrennungssanlage, hier umetikettiert zum „Kraftwerk“:

„Energiewende ist so ein schickes Wort, aber sie geht nicht von heute auf morgen“, sagt Matthäus. Der Verein sei ein nächster Schritt, Gelder einzuwerben und Menschen dafür zu begeistern. Das Bündnis veranstaltet 2016 die Energietour. Am 17. März wird von Vattenfall das Kraftwerk im Seehafen erklärt und wie aus Hausmüll Energie wird. Veranstaltungen der Uni zu Schiffsdieselmotorenkonzepten oder des BUND zu energieeffizientem Bauen folgen.

Anmeldung Vattenfall: Telefon 0381/381  43  00

Da kannste was lernen: Energiewende (auch) durch Müllverbrennung. Also Energiewende (auch) durch Ressourcenvernichtung statt (energiesparendem!) Recycling – von den höchst bedenklichen Umweltbelastungen und Gesundheitsgefahren mal ganz abgesehen.

Die Stadt Rostock praktiziert eben ihren eigenen Stil einer Daseinsvorsorge und das auf möglichst allen Gebieten, Theater, Wallanlagen und Mühlendammschleuse einbegriffen. Zukunft spielt keine Rolle.

Ein Nachtrag: Vielleicht ist der in nachstehender Einladung skizzierte Ansatz der bessere Weg für eine Energiewende?

Am 17. März startet um 19 Uhr im Barnstorfer Weg 4 der Dokumentarfilm »Power to Change – Die EnergieRebellion«: Noch immer beruht ein wesentlicher Teil der Weltwirtschaft auf der Nutzung von Kernkraft und fossilen Brennstoffen. Doch die seit Jahren lauter werdende Kritik an diesen althergebrachten Methoden zur Energiegewinnung hat das Bewusstsein für die Gefahren und Schäden, die mit diesen einhergehen – von Umweltverschmutzung über den Klimawandel bis hin zu den Risiken nuklearer Unfälle – zunehmend gestärkt. Vorführung am 17.03. mit anschließendem Gespräch mit Caspar Baumgart (WEMAG), Ute Römer (Stadtwerke Rostock AG) und Johann-Georg Jaeger, MdL. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung MV.
Mit besten Grüßen
Uli Söffker & Markus Brost
Ob der Umweltsenator auch teilnehmen wird?
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Eine Antwort zu Wenn der Umweltsenator für die Müllverbrennung wirbt…

  1. Kain Frosch schreibt:

    Dazu passen die ganz aktuellen Klimainformationen, siehe u.a. „Klima im roten Bereich“: http://www.jungewelt.de/2016/03-15/093.php

    Liken

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