Cocktail an Giften und Schwermetallen

Manche halten uns ja für Spinner, wenn wir auf die Giftigkeit von Abgasen aus Kraftwerken und Müllverbrennungsanlagen hinweisen. Wer will es ihnen verwehren? Es gibt genügend „Fakenews“, in denen die Harmlosigkeit derartiger Abgase beteuert wird. So erklärte eine Mitarbeiterin des rostocker Umweltamtes in der Startphase der hiesigen Müllverbrennungsanlage (MVA): „Die Luft, die aus dem Schornstein der MVA kommt, ist sauberer als die Umgebungsluft“. Eine Aussage „von Amts wegen“, der auch der damalige Umweltsenator als gelernter und promovierter Chemiker nicht widersprach. Dann musste es ja wohl stimmen.

Es stimmte aber schon damals nicht. Jetzt bestätigen seriöse Wissenschaftler in einen ganz anderen Zusammenhang die Giftigkeit von MVA-Abgasen.

Der „europaticker“ berichtet aktuell:

Chemiker haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Stickoxide, die in industriellen Prozessen anfallen,
für die Herstellung von Farbstoffen und Arzneimitteln genutzt werden können

Mit dieser Methode könnten Unternehmen künftig die Entgiftung von Abgasen mit der Produktion neuer Stoffe kombinieren. Stickoxide zählen zu den bedeutendsten Umweltgiften. Die Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff entstehen vor allem bei der Verbrennung, etwa in Kraftfahrzeugmotoren, in Gas- und Kohlekraftwerken, aber auch bei anderen thermischen und chemischen Prozessen in der Industrie. Um die Abgase zu reinigen, werden entweder Nachverbrennungen oder das Prinzip der katalytischen Reduktion eingesetzt – beide Verfahren sind jedoch vergleichsweise aufwändig und mit gewissen Nachteilen behaftet. Doch Stickoxide sind nicht nur überflüssige Gifte. Wie neue Forschungsarbeiten zeigen, können sie auch in der chemischen Synthese hochwertiger Produkte eingesetzt werden.

Die Forschergruppe um Prof. Dr. Markus Heinrich vom Lehrstuhl für Pharmazeutische Chemie der FAU hat jetzt ein hocheffizientes Verfahren entwickelt, das genau diese zwei Welten – die Reinigung von Abgasströmen und die sinnvolle Verwertung der Stickoxide – zusammenbringt…

ABER nur

dort, wo wir es mit überschaubaren Ausgangsstoffen zu tun haben… Anders sieht es zum Beispiel bei Kraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen aus: Aus diesem Cocktail an Giften und Schwermetallen sollten wir besser keine Medikamente gewinnen…

 

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