Die FDP, nicht etwa die Grünen oder Linken, kümmert sich…

Bereits bei den Antworten auf unsere Wahlprüfsteine fiel die FDP sehr postitiv aus. Jetzt lesen wir von einem guten Engagement dieser Partei beim Problem der Plastikabfälle:

Mehr als die Hälfte des industriellen Kunststoffabfalls Deutschlands wurde 2016 nach China und Hongkong exportiert

FDP rückt zukünftigen Umgang mit Kunststoffabfällen in den parlamentarischen Fokus

Im März 2018 ist der Importstopp industrieller Kunststoffabfällen der VR China in Kraft getreten, heißt es in einer Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion . Die chinesische Regierung stütze ihre Entscheidung auf Aspekte des Gesundheits- und Umweltschutzes. Darüber hinaus möchte sie auch eine eigene Sammel- und Recyclinginfrastruktur aufbauen…

Nach dem Importstopp ist die Frage nach neuen Abnehmern unklar. Es ist zu befürchten, dass der Abnehmermarkt für Kunststoffabfälle einbrechen könnte. Die VR China exportiert gleichzeitig große Mengen an Kunststoff nach Deutschland. Durch den Importstopp ist ein Zusammenbrechen des Kreislaufs zu befürchten (www.tagesschau.de/wirtschaft/eu-plastikmuell-101.html).

Möglicherweise muss Deutschland nun die eigene Recyclinginfrastruktur enorm aufbauen, um die nicht abgesetzten industriellen Kunststoffabfälle eigenhändig zu recyceln. Zudem werden innerhalb Deutschlands kaum Recyclate weiterverwendet. Nach wie vor ist der Bezug von Primärrohstoffen für die Industrie attraktiver als die Verwendung von Recyclaten.

Die Abgeordneten stellen eine Reihe von Fragen:

1. Welche Industriezweige sind nach Kenntnis der Bundesregierung von dem Importstopp in besonderer Weise betroffen?

2. Wie viel Tonnen Plastikabfälle aus der Industrie wurden nach Kenntnis der Bundesregierung in dem vergangenen Jahr aus der Bundesrepublik Deutschland in die Volksrepublik China exportiert?

Wie hoch ist der Anteil an dem Gesamtaufkommen?

3. Welche alternativen Abnehmer für industrielle Plastikabfälle gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung?

Und wie schätzt die Bundesregierung deren Aufnahmekapazitäten ein?

4. Inwiefern betrifft der Importstopp der VR China in Deutschland gewonnene Recyclate?

Entsteht hierdurch ein Überschuss an Recyclaten in Deutschland?

Wenn ja, wie hoch schätzt die Bundesregierung den Überschuss ein?

5. Plant die Bundesregierung Maßnahmen zur Förderung von Recycling industrieller Plastikabfälle?

6. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die Verwendung von Recyclaten in der Industrie in Deutschland zu fördern?

Welche alternativen Verwertungen für Recyclate gibt es?

7. Welche Auswirkungen erwartet die Bundesregierung auf die Recycling- Quote?

8. Wie werden die Auswirkungen des chinesischen Importstopps auf die Preise des Kunststoffrecyclings in Deutschland von der Bundesregierung eingeschätzt?

erschienen am: 2018-04-04 im europaticker

Nur Verbrennen kann eben nicht die Lösung sein!

Diese FDP-Anfrage widerlegt die immerwährende Lüge vom „Recycling-Weltmeister Deutschland“ sehr deutlich.

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