Gegen Verbrennung – für Klimaschutz!

In Rostock soll offenbar die klimaschädliche, luftbelastende und unnötige Kosten verursachende Verbrennung von Klärschlamm mit aller Kraft etabliert werden. Am 10.Januar 2019 findet um 18 Uhr im Freizeithaus der Borwinschule, Am Kabutzenhof 8, dazu eine Einwohnerversammlung statt. Auch Gäste sind eingeladen.

Bitte informiert Euch zum Sachverhalt auf mvahro.wordpress.com und kommt am 10.1. zur Versammlung, stellt sachkundige Fragen, „lasst Euch nicht verführen!“ Das Jugendgedicht von Bertold Brecht ist angesichts des drohenden Klimawandels aktueller denn je. Und das Umweltbundesamt, das uns am 10.1. wohl auch „Läuschen un Riemels“ erzählen will, ist dabei. Es ist dasjenige UBA, das u.a. publiziert, Müllverbrennung, Klärschlammverbrennung usw. helfe Kohlendioxid einzusparen.

Am 30.1. soll die Rostocker Bürgerschaft dann eine folgenschwere Entscheidung zur Rostocker Klärschlammverbrennung treffen. Bitte kommt am 10.1. zahlreich zur Informationsveranstaltung, denn es trifft jeden Rostocker Bürger. – gesundheitlich und über die ganz unnötig steigenden Abwassergebühren. Vom Klimawandel gar nicht erst zu reden, denn es gibt Alternativen zur Klärschlammverbrennung: die Carbonisierung! Bringt auch interessierte / sachkundige Gäste mit!

Lasst uns eine Vertagung der Beschlussvorlage für die Bürgerschaft fordern, bis eine Strategische Umweltprüfung (SUP) für das Vorhaben durchgeführt und erörtert wurde!

Wir brauchen Sicherheit auch für die kommenden Generationen!

Laßt Euch nicht verführen!
Es gibt keine Wiederkehr.
Der Tag steht in den Türen,
ihr könnt schon Nachtwind spüren:
Es kommt kein Morgen mehr.

Laßt Euch nicht betrügen!
Das Leben wenig ist.
Schlürft es in vollen Zügen!
Es wird Euch nicht genügen,
wenn Ihr es lassen müßt!

Laßt Euch nicht vertrösten!
Ihr habt nicht zu viel Zeit!
Laßt Moder den Erlösten!
Das Leben ist am größten:
Es steht nicht mehr bereit.

Laßt Euch nicht verführen
Zu Fron und Ausgezehr!
Was kann Euch Angst noch rühren?
Ihr sterbt mit allen Tieren
und es kommt nichts nachher.

Bertold Brecht: Gegen Verführung

Das Finanzkonstrukt für die Rostocker Klärschlamm-Verbrennung

  • Investitionen: 50 Mio. EUR bei einer Kapazität: von 25.000 t TS (Trockensubstanz)

  • Finanzierung. 10 % Eigenkapital über Einzahlungen der Gesellschafter; 90 % Fremdfinanzierung

  • Die Klärschlamm-Kooperation M-V (KKMV) arbeitet kostendeckend.“

Das liest sich nur auf den ersten Blick gut, denn es sind Ausgaben (Kosten) in erheblichem Umfang bereits getätigt worden bzw. fallen noch an, für die es offenbar keine Deckung seitens der KKMV gab/gibt, sondern die durch die (entsprechend erhöhten!) Abwassergebühren der Bürger finanziert wurden/werden:

  • Teures Rechtsgutachten durch Redeker, Sellner, Dahs , Berlin (bereits im Juni 2016!)

  • Standortbewertung: GfBU-Consult

  • Externe Beratung zum Businessplan durch bbh, Becker Büttner Held, München.

  • Durchführung des Genehmigungsverfahrens: GfBU in Hoppegarten

  • Notifizierungsverfahren bei der EU-Kommission: ProTerra -Team Magdeburg

  • Entwurfsplanung: Durch ein geeignetes Planungsbüro zu erstellen.

  • Anlagenplanung: muss ausgeschrieben und beauftragt werden

  • Ermittlung von Fördermöglichkeiten der dezentralen und zentralen Trocknungsanlagen: Es wurde eine Beraterfirma beauftragt. Mit dieser wurde vereinbart, dass diese bei erfolgreichem Förderantrag bei Auszahlung der Fördermittel 10,0 % der geförderten Investition als Provision erhält.

  • Kaufmännische Verwaltung der KKMV: soll fremd vergeben werden.

  • Wartung und Instandhaltung: Als externe Dienstleistungen zu vergeben

  • angemessene Rendite i. H. v. 6,6 %

  • Spätere Phosphor-Rückgewinnung aus der bis dahin gelagerten Asche

Das sind Kosten ohne Ende, die sich alle in den von uns zu entrichtenden Abwassergebühren niederschlagen!

Und der Kreditgeber sagt, wo es lang geht, denn die Kredite sollen erst nach 20 Jahren voll getilgt sein – wenn‘s denn gut geht.

„Das Geschäftsmodell der KKMV dient überwiegend den Interessen der Gesellschafter.“ Eben: Nicht den Interessen der Bürger.

Und dieses Geschäftsmodell ist vermutlich genau so geschönt wie die in den KKMV-Unterlagen wiederkehrende Aussage:„Klärschlamm gilt aufgrund seines biogenen Ursprungs als CO2neutraler Brennstoff. Über den Weg der Nahrungskette (von der Erzeugung bis zum Verzehr von Lebensmitteln), der Sanitärsysteme und der nachfolgenden Abwasserreinigungsanlage wird in gleichen Maßen CO2 aus der Umwelt aufgenommen, wie … in einer thermischen Mono-Verwertungsanlage freigesetzt wird.“ Finde die falschen Aussagen! Kommentiere sie hier! Zur Kommentafunktion kommst Du über das Sprechblasensymbol oben rechts neben der Überschrift.

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Eine Antwort zu Gegen Verbrennung – für Klimaschutz!

  1. No Burn schreibt:

    „Ihr habt nicht zu viel Zeit!“ Wie wahr, nur den Januar 2019. Wenn die Bürgerschaft am 30.1. das Vorhaben einer Klärschlamm-Verbrennung beschießen sollte, ist das nicht mehr rückgängig zu machen. Kommt deshalb zur Infoveranstaltung, stellt kluge Fragen, nutzt die zu erwartenden Demo-Angebote, kontaktiert Eure Bürgerschaftsabgeordneten! Entweder der Beschluss m 30.1. wird vertagt oder „es kommt nichts nachher“!

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