Luftverschmutzung verkürzt das Leben um rund zwei Jahre

Eine gerade veröffentlichte Studie macht deutlich, wie wichtig unser Engagement gegen eine Klärschlamm-Verbrennung auch aus gesundheitspolitischer Sicht ist – zumal es Alternativen gibt.

Eine Klärschlamm-Verbrennung wird die Luftbelastungen in Rostock deutlich verstärken. Derzeit sind Verkehr und Kreuzfahrtschifffahrt, vor allem aber das Steinkohlekraftwerk und die große Müllverbrennungsanlage die Hauptverursacher.

Die aktuelle Studie betrachtet ausschließlich die Auswirkungen von Feinstäuben auf die menschliche Gesundheit und sieht von allen anderen Luftbelastungen ab. Dennoch ist das Ergebnis heftig:

In mindestens der Hälfte der Fälle sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache…

Laut der Neuberechnung der Mainzer Forscher reiht sich schlechte Luft damit in die Liste der bedeutendsten Gesundheitsrisiken wie Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Rauchen. Zum Vergleich: Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt die Mortalitätsrate durch Tabakrauch auf 7,2 Millionen Menschen pro Jahr – inklusive Passivrauchen. Somit ist verschmutzte Außenluft ein ähnlich großer Risikofaktor. Rauchen ist jedoch individuell vermeidbar, Luftverschmutzung hingegen nicht…

Die Forscher betonen, dass Feinstaubteilchen mit einem Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer (PM2,5) die Hauptursache für Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen sind, was die hohen Sterberaten erklärt, die schlechter Luft zugeordnet werden. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Europäische Grenzwert für Feinstaub, der für den Jahresdurchschnitt bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegt, viel zu hoch ist“, sagt Thomas Münzel, Direktor des Zentrums für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz. Der Wert liegt weit über der Richtlinie der WHO von 10 Mikrogramm pro Kubikmeter…

Luftverschmutzung muss als wichtiger kardiovaskulärer Risikofaktor anerkannt werden, da sie im Körper zusätzliche Schäden durch Diabetes, Bluthochdruck und hohe Cholersterinwerte verursacht…

„Wir können … die von Luftverschmutzung verursachte Sterberate in Europa bis zu 55 Prozent verringern.“

Wenn und nur wenn ein zur Verbrennung alternatives Verfahren zu Behandlung von kommunalen Klärschlämmen gewählt würde. Für Rostock bietet sich entweder die Vergasung oder das HTC-Verfahren an.

ZUKUNFT istmöglich – man muss sie nur wollen – einschließlich niedriger Abwassergebühren.

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