Rostocker Klimarettung

Die Rostocker Bürgerschaft hat den Klimanotstand ausgerufen und will ihn nun so rasch wie möglich – und natürlich erfolgreich – beenden. Unter anderem durch diese Maßnahmen:

  1. Die Dächer der Wetterschutz-Unterstände an den ÖVP-Haltestellen begrünen. Eine umwerfende Idee, zumal diese Unterstände großen Werbefirmen gehören und die Stadt gar keinen Einfluss auf die erträumte Umgestaltung der Dächer hat. Und wer pflegt die grünen Dächer – vor allem in Zeiten großer Hitze? Der Umweltausschuss der Rostocker Bürgerschaft weiß es: Die Pflanzen können sogar Feinstaub filtern…
  2. Auf kommunalen Gebäuden Solarstrom erzeugen. Grandiose Idee! Ganz neu! Ohne Notstandsbeschluss wäre unser Umweltsenator nie darauf gekommen!
  3. Mehr Bäume pflanzen. Genial! „Wolfgang Nitzsche (Linke) fordert beispielsweise, dass die Stadt ihre Ackerflächen nicht mehr an Landwirte verpachten, sondern dort neue Bäume pflanzen soll. Schließlich würden Bäume in Größenordnung das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtern.“ Dr. Nitzsche muss es wissen, schließlich ist er promovierter Chemiker und hat sich als solcher früher engagiert für die Müllverbrennung im Rostocker Überseehafen eingesetzt. Wie viele Bäume müssen zusätzlich gepflanzt werden, um allein das durch die Müllverbrennung entstehende CO2 zu binden, Dr. Nitzsche? Und warum wurden diese Bäume nicht schon vor Baubeginn der MVA gepflanzt, damit sie bei deren Inbetriebnahme hinreichend groß waren und das CO2 binden konnten?
  4. Keine Plastikverpackungen mehr in Rostock: Nach dem Willen unseres Umweltsenators „soll Rostock eine eigene Satzung erarbeiten – und Einweg-Plastikverpackungen komplett verbieten. ‚Alle warten darauf, dass ‚die da oben‘ etwas entscheiden. In der Zwischenzeit landet immer mehr Plastikmüll auf Deponien oder als Mikroplastik im Meer. Wir müssen da ein Zeichen setzen.’“ Plastikmüll auf Deponien? Wie viele Jahrzehnte hat  unser Umweltsenator da verschlafen?
  5. E-Scooter als Klimaretter, denn „eine der Hauptquellen für CO2 in Rostock ist und bleibt der Verkehr.“ Da kannste was lernen. Nicht das Steinkohlekraftwerk oder die große Müllverbrennungsanlage (beide im Überseehafen) oder die zukünftige große Klärschlammverbrennungsanlage mitten in Rostock oder auch die Fernwärme-Erzeugung mittels Erdgas sind die CO2-Hauptquellen in Rostock, sondern der Verkehr?
  6. Noch eine geniale Idee: Die „Küstenlotterie“. Und noch ein kluger Politikmensch, der weiß, wie man den Klimawandel stoppen kann: „„Durch die Lotterie werden die Bürger angeregt, ihre Strände und somit auch das Meer sauber zu halten“, sagt Linken-Fraktionschefin Eva-Maria Kröger.“ Der am Strand gesammelte Müll wird anschließend in der MVA verbrannt. Ganz sicher CO2-frei.

So rettet Rostock sich und die Welt. Oder seht ihr Leser das etwa anders? Die Kommentarfunktion ist freigeschaltet!

 

Dieser Beitrag wurde unter Abfall, Allgemein, Allgemeine Dummheit(en), Behörden, Deponie, Die Linke, Grüne, Klärschlammverbrennung, Klima, Kunststoffabfälle, Müllverbrennungsanlage abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.