Luftpaste to go


Gefunden in der „jungen Welt“ vom 11.03.2016:

Feinstaub hat allgemein eine schlechte Presse, was dazu führt, dass das Image von Feinstaub zu wünschen übrig lässt.

Die Feinheiten des Feinstaubs bekommen die Bürger chinesischer Boomtowns besonders zu spüren. Dort ist frische Luft mittlerweile goldwert. Das macht sich der Multimillionär Chen Guangbiao aus Tongzhou zunutze. Er kam auf die Idee, Frischluft aus Kanada und aus dem Allgäu in Dosen einzuführen. Die Tagesmenge, die ein Mensch zum Atmen braucht, beträgt zirka 20.000 Dosen. Das ist für die Portokasse mancher Wanderarbeiter zuviel.

Neue preiswerte Produkte sind schon in der Planungsphase. Dazu gehören Luftpaste to go in der Tube und eine iLuft-App von Apple.

Im Widerspruch zu Behauptungen der Ökolobby, wonach Feinstaub zu den gefährlichsten Stoffen zähle (wie Brot, Laktose und Plutonium), fanden chinesische Feinstaubexperten heraus, dass Feinstaub gesund ist. Es wird vermutet, dass Kometenfeinstaub das Leben auf die Erde brachte. Bei näherer Betrachtung bestehen wir aus Staub, woran unsere Angehörigen später noch einmal erinnert werden, wenn es heißt: »Asche zu Asche, Staub zu Feinstaub«. Außerdem ist Feinstaub (als Kondensoberfläche) die Voraussetzung für die Bildung von Regentropfen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass am besseren Image von Feindstaub schon fleißig gearbeitet wird. Als Imageberater ist Martin Winterkorn, der ehemalige VW-Vorstand, im Gespräch. Ihm ist es zu verdanken, dass Automotoren durch »intelligente« Software zu Wellnessoasen umgedeutet werden konnten. Zumindest zeitweise.

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