Kunststoff-Recycling


Von wegen Recycling-Weltmeister Deutschland! Erst die Weigerung Chinas, unsere Plastik-Abfälle weiterhin zu importieren, brachte und bringt noch die Wahrheit schrittweise an den Tag!

Positionspapier der österreichischen Abfallentsorger vom 05.04.2018 beschreibt den Iststand und die erforderlichen Schritte: 180405-1_VOEB-Positionspapier_Kunststoffrecycling_2018-04-05

Während Politiker ohne Sachverstand davon träumen, mit einer (europaweisten!) Plastik-Steuer das Problem lösen zu können, erklärt der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung hingegen kurz und bündig:

Was wir benötigen, ist besseres Recycling. Dies geht nur mit innovativen Ideen und Investitionen in die Sortiereinrichtungen. Dadurch, dass wir einen Rohstoff verteuern, bekommen wir beides nicht. Im Gegenteil, nach Einführung einer Plastiksteuer ist zu erwarten, dass noch mehr Ausweichprodukte aus Papier entstehen die auch hier ein Recycling erschweren. So sind zum Beispiel lebensmittelechte Papierverpackungen schwieriger zu recyceln als eine PET-Wasserflasche.

Quelle: europaticker

Schrieben wir im Vorstehenden von „Politikern ohne Sachverstand“, so müssen wir wohl auch die Bundesregierung dazu rechnen: Im aktuellen „Europaticker“ vom 25.4.2018 ist zu lesen:

Die Bundesregierung sieht in Folge verschärfter Importbestimmungen für Plastikabfälle in China Chancen für deutsche und europäische Recycler. Sie seien bisher häufig nicht in der Lage gewesen, die von chinesischen Importeuren gebotenen Preise zu überbieten.

Das dürfte scchlicht falsch sein (siehe vorstehendes Zitat aus dem Positionspapier des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung). Weiterhin schreibt die Bundesregierung als Antwort auf eine kleine FDP-Anfrage:

Nach dem Importstopp ist die Frage nach neuen Abnehmern unklar. Es ist zu befürchten, dass der Abnehmermarkt für Kunststoffabfälle einbrechen könnte. Die VR China exportiert gleichzeitig große Mengen an Kunststoff nach Deutschland. Durch den Importstopp ist ein Zusammenbrechen des Kreislaufs zu befürchten.

Möglicherweise muss Deutschland nun die eigene Recyclinginfrastruktur enorm aufbauen, um die nicht abgesetzten industriellen Kunststoffabfälle eigenhändig zu recyceln. Zudem werden innerhalb Deutschlands kaum Recyclate weiterverwendet. Nach wie vor ist der Bezug von Primärrohstoffen für die Industrie attraktiver als die Verwendung von Recyclaten..

„… nun die eigene Recyclinginfrastrukur enorm aufbauen“ – genau das ist es! Muss eine Situation wirklich immer erst nahezu unbeherrschbar werden, bevor die Damen und Herren Politiker aufwachen?

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Eine Antwort zu Kunststoff-Recycling

  1. A. Block schreibt:

    Hallo, teilt dies doch mit den Organisationen change.org; aavaz.de; Compact.de dann bekommen wir ganz viele Unterschriften, damit kein Müll mehr verbrannt wird. DANKE. A. Block

    Liken

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