Leserbriefe, Berichte und ähnliches


Was wir im „alten“ Internetauftritt praktizierten (der arbeitsaufwendiger ist und den wir deshalb nicht weiterführen), soll hier fortgesetzt werden: Eine Dokumentation von Leserbriefen und anderen Stellungnahmen, Berichten usw. zur Rostocker Müllverbrennung (und damit auch zu bestimmten Aspekten der Rostocker Abfallentsorgung). Die Fundstellen sind chronologisch geordnet, das Aktuellste steht jeweils oben.

Die Leserbriefe nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes dokumentieren wir auf der Unterseite „Leserbriefe 2016“.


Feinstäube

Herr Catalan (LB 22.2.) hat bezüglich der Feinstäube mehr recht als er ahnt. Feinstäube, die beim Verbrennen von Gartenabfällen entstehen, sind zwar auch nicht gesund, aber im Vergleich zu den Fein- und Feinststäuben aus der Rostocker Müllverbrennungsanlage (MVA) doch recht harmlos.

Die MVA-Stäube sind viel kleiner (deshalb sieht man sie auch nicht) und mit vielen Giften beladen. Weil sie so klein sind, gelangen sie nicht nur in die Lunge, sondern auch ins Blut und damit in die besonders stark durchbluteten Organe. Wo dann vor allem die auf ihrer Oberfläche sitzenden Giftstoffe still und heimlich wirken. Die nicht direkt eingeatmeten Stäube haften an den Früchten, am Weidegras, gelangen mit dem Regen in die Gewässer usw. Sie kehren also auf vielen Wegen zum Menschen, ihrem Verursacher, zurück. Ein konsequentes Recycling könnte diese Gefahren drastisch mindern. Einfach mal nach mvahro googeln!

Dieser Leserbrief wurde von der Ostsee-Zeitung nicht veröffentlicht.


Warum für Altpapier auch noch bezahlen?
Ina Weber aus Leipzig

Leipzig. Im Leserbrief „Kurzsichtig und egoistisch“ wird auf die Unlogik hingewiesen, dass die Rostocker für ihre Altpapierbereitstellung auch noch bezahlen sollen. Dazu einige Anmerkungen aus anderen deutschen Kommunen.

Die Arbeitsgemeinschaft Duales System Oldenburg (ARGE) ist seit zehn Jahren für die Papierentsorgung verantwortlich. Sie stellt kostenlos die Tonnen und fährt den Inhalt kostenlos ab. Ab 1. Januar 2014 wollte die Stadt Oldenburg das Altpapier mit ihrem Abfallwirtschaftsbetrieb erfassen, weil sie sich ein Geschäft davon versprach – und um, wie sie vorgibt, die Müllgebühren konstant zu halten. Jetzt hat Oldenburg seit Jahresbeginn eine zweite „kommunale blauen Tonne“ und die Stadt erwägt keine Abfallgebührensenkung, sondern eine Erhöhung – weil die Anschaffung der kommunalen blauen Tonnen ja Geld gekostet habe (Quelle: europaticker.de).

Immerhin, in Oldenburg will die Stadtverwaltung Geld für die kommunalen blauen Tonnen. In Rostock hingegen ist Veolia für die Papierabfuhr zuständig. Wieso also sollen die Rostocker Bürger für Veolia’s Tonnen zahlen und Veolia macht das Geschäft mit dem Altpapier? Wieso geht es nicht wie bei der Arbeitsgemeinschaft Duales System Oldenburg kostenlos? Da ist ja immer noch Gewinn drin!

Der Kreis Unna beispielsweise erzielte 2014 beim Verkauf des Altpapiers 90,43 Euro je Tonne. Im kommenden Jahr werden die Aufkaufpreise zwar sinken, sind dann aber immer noch gewinnbringend. In Rostock können wohl neben den Studenten auch die Verwaltungsleute nicht rechnen. Oder geht das ressourcenschonende Altpapierstatt statt ins Recycling in den Müllofen von Vattenfall?

Quelle: http://www.ostsee-zeitung.de/Extra/Meinung/Leserbriefe/Warum-fuer-Altpapier-auch-noch-bezahlen


Demo gegen Fahrpreiserhöhungen
Kurzsichtig und egoistisch
Günter Hering aus Rostock

Rostock. In Rostock fand unlängst eine Demo gegen Fahrpreiserhöhungen bei der Straßenbahn statt. Weitere sind geplant. Das Semesterticket soll sich um 8 Euro erhöhen. In dieser Erhöhung eingeschlossen sind erhöhte Personalkosten, Instandsetzungskosten, Stromkosten.

Gegen höhere Stromkosten, die vor allem durch die Befreiung stromintensiver Industrien von der Erneuerbare-Energien-Abgabe zustande kommen, sollte viel lauter protestiert werden. Aber wie kann man gegen Lohnerhöhungen protestieren? Die Fahrkostenerhöhung fällt für Studenten mit 16 Euro pro Jahr sehr moderat aus.

Viel ärgerlicher sind andere Kosten und deren angekündigte Erhöhung, zum Beispiel bei der „blauen Tonne“. Mit Altpapier ist richtig Geld zu verdienen. Als deshalb vor einigen Jahren private Entsorger kostenlose blaue Tonnen aufstellten, gingen die betroffenen Kommunen juristisch dagegen vor und gewannen. Seitdem kostet die blaue Tonne richtig Geld – auch für Studenten. In Rostock werden für die kleinste Tonne (80l) bei wöchentlicher Leerung 143,52 Euro pro Jahr berechnet. Hinzu kommt eine „Abfallverwertungsgebühr“ von 26,28 Euro pro Jahr und Person. Im nächsten Jahr wird es noch teurer. Obwohl auch beim kostenlosen Einsammeln noch gutes Geld zu verdienen ist. Können selbst Studenten nicht (mehr) rechnen?

Zudem: So lange die Protestierer die Begleichung der Mehrkosten durch den städtischen Haushalt fordern, fordern sie Kürzungen bei den finanziell ohnehin viel zu schlecht ausgestatteten „freiwilligen Leistungen“. Das ist sehr egoistisch!

Quelle: (http://www.ostsee-zeitung.de/Extra/Meinung/Leserbriefe/Wirtschaft-Leserbriefe/Kurzsichtig-und-egoistisch)


24.11.2014: Ein Portrait des bisherigen StAUN- / StALU-Leiters Herrn Hans-Joachim Meier, der sich auch ganz persönlich für die Genehmigung der MVA engagierte.


10.09.2014: Ein Bericht zum Stand der Klage gegen die MVA


 

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